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Auf den Spuren des ESV Lok Schöneweide: Eisenbahnsport im Südosten Berlins

Im tiefen Südosten Berlins befindet sich eine der bemerkenswertesten Sportanlagen der Stadt, der sogenannte „Lok-Sportplatz“ am Adlergestell, seit jeher Heimat des Eisenbahnsportvereins Lokomotive Schöneweide. Für jeden Fußballnostalgiker ist dieser Sportplatz ein absolut lohnendes Ausflugsziel. Wir waren auch schon vor Ort und haben uns etwas umgesehen.

© Fotos: GOOLAZO BERLIN
Text: Björn Leffler

 

Wie schon bei unserem vorherigen Besuch auf der Willi-Sänger-Sportanlage in Treptow präsentiert sich auch der „Lok-Sportplatz“ in Berlin-Schöneweide als eine Mischung aus modernen Sport- und Fußballanlagen und den Überbleibseln längst vergangener Fußballtage.

Die zwei durchaus in die Jahre gekommenen Rasenplätze, direkt an das Adlergestell angrenzend, erinnern den Besucher einerseits daran, wie Fußball vor vielen Jahren einmal gewesen ist: Fußballtore mit vierkantigen Holzpfosten oder angerostetes Metallgestänge, knöchelhoher Rasen, Strafräume ohne Grünwuchs.  Andererseits erinnert die Anlage den Besucher aber auch schmerzlich daran, dass es in Berlin noch die ein oder andere modernisierungsbedürftige Sportstätte gibt.

ESV Lok Schöneweide: Eisenbahnsport-Tradition im Südosten Berlins

Die Männer- und Jugendmannschaften des Vereins allerdings spielen auf einem modernen Rasenplatz, der sich im besten Zustand befindet. Zudem befinden sich auf dem Areal noch weitere Sportanlagen und Gebäude, da der hier beheimatete ESV Lok Schöneweide über den Fußball hinaus noch weitere Sportarten anbietet und zu einem festen und nicht wegzudenkenden Bestandteil der Schöneweider Kiezkultur gehört.

Der ESV Lok Schöneweide war seit seiner Gründung als BSG Lokomotive Schöneweide im Jahr 1951 ein „Sportverein für jedermann“ und kümmerte sich besonders um die Berliner Eisenbahner, vor allem aber war der Verein eine sportliche Heimat für die Eisenbahn-Beschäftigten im erweiterten Raum Nieder- und Oberschöneweide. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Grundsätzlich steht der Verein aber jedem offen, der regelmäßig Vereinssport betreiben möchte. In 15 Abteilungen werden unterschiedliche Sportarten angeboten – nur Frauen- und Mädchenfußball gehört bislang nicht zum Portfolio.

Aktuell zählt der Verein rund 1.000 aktive Mitglieder

In der gesamten Vorstandstätigkeit ist der rote Faden des Vereins erkennbar: Was muss getan werden, damit die Eisenbahner und die Treptow-Köpenicker zum ESV Lok Berlin-Schöneweide kommen, um auf und in dessen Sportstätten regelmäßig und möglichst lange Sport zu treiben? Diese Fragen müssen täglich aufs Neue beantwortet werden.

Der ESV Lok Schöneweide ist einer der größten Eisenbahnersportvereine im Osten Deutschlands und ist zudem im Verband Deutscher Eisenbahner-Sportvereine e.V. (VDES) organisiert. Aktuell zählt der Verein rund 1.000 aktive Mitglieder. Für seine Arbeit wurde der ESV Lok Schöneweide sogar vom Landessportbund Berlin mit einem Förderpreis und mit dem Titel „Seniorenfreundlichster Sportverein Berlins“ ausgezeichnet.

 

 

© Foto: GOOLAZO BERLIN

 

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